cs3t
 
cs3t

Anfangszeit

21.06.2012 20:00

Anfahrt

Evangelische Kirche
Bahnhofstraße 6
79331 Köndringen

Passende Artikel

Gutschein 0,00 €  

Kontakt / Ticketkauf

Sollten Sie Fragen zu den Tickets bzw. unseren Veranstaltungen haben, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung.

Tickethotline: 07000 99 66 333

E-Mail: info@karoevents.de

 

Zur Ticketbestellung

Künstlerische Leitung: Gottfried von der Golz
Solisten: Christina Landshammer (Sopran), Karl Kaiser (Flöte),
Ann-Kathrin Brüggemann (Oboe), Javier Zafra (Fagott)

Ein „Concert spirituel“ durch das Europa des 18. Jahrhunderts

Von der europäischen Keimzelle des öffentlichen, bürgerlichen Konzerts schlechthin, den Pariser „Concerts spirituels“, mit ihren berühmtesten Vertretern François-Joseph Gossec und Giuseppe Maria Cambini (die 1778 in Paris den jungen Wolfgang Amadé Mozart zu einigen Kompositionen inspirierten), bewegt sich das vorliegende Programm nach Art einer großen „Akademie“ im Uhrzeigersinn durch das musikalische Europa. Nach der 1. Pause befinden wir uns in London, wo der jüngste Bach-Sohn Johann Christian seit 1762 wirkte und von 1764 bis 1775 mit seinem Partner Carl Friedrich Abel die sogenannten „Bach-Abel Concerts“ veranstaltete. Von London geht dann die musikalische Reise über Berlin (mit einer Sinfonie von Johann Christian Bachs älterem Bruder Carl Philipp) nach St. Petersburg zu Dimitrij Bortnjanskij, einem der berühmtesten Vertreter russischer Musik im 18. Jahrhundert. Musikalisch mit den verschiedenen europäischen Stilen vertraut, erhielt Bortnjanskij seine Ausbildung bei dem Deutschen Hermann Friedrich Raupach, dem Österreicher Josef Starzer und dem Italiener Baldassare Galuppi. Seine Oper „Le Faucon“ (der Falke) erlebte 1786 in der Zarenresidenz Gatschina (bei St. Petersburg) ihre Uraufführung. Von Russland geht es in unserem „Concert spirituel“ schließlich nach Österreich, zu dem berühmten kaiserlichen Hofkapellmeister Antonio Salieri und dem noch berühmteren Esterházyschen Hofkapellmeister Joseph Haydn. Nach dem großen Pariser Erfolg seiner französischen Oper „Tarare“ im Jahr 1787 erteilte Joseph II. Salieri den Auftrag, dieses Werk für die Wiener Hofoper umzuarbeiten und dort erneut aufzuführen. In Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte schuf Salieri 1788 aus „Tarare“ die italienische Oper „Axur, Re d’Ormus“ (aus der in diesem Programm die große Szene der Aspasia aus dem 4. Akt erklingen wird). Den Schlusspunkt des gesamten Programms markiert Joseph Haydns Sinfonie Nr. 91, komponiert 1788 für die „Concerts de la Loge Olympique“, die früher „Concerts des amateurs“ hießen und in starker Rivalität zu den alteingesessenen „Concerts spirituels“ standen. Damit schließt sich der Kreis einer musikalischen Reise durch Europa: von Paris nach Paris.

cs3b cs3b