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Die Veranstaltung wurde aus gesundheitlichen Gründen vom 03.02.12 auf den 23.02.2012 verschoben!
Mit seinem aktuellen Heinz Becker-Programm manövriert Gerd Dudenhöffer seine Kunstfigur bewusst und sprichwörtlich in die „Sackgasse“ – nicht mit Vollgas, eher mit dem Tempo immer am Limit für geistig geschlossene Ortschaften. Diesmal plakatiert der Kabarettist die intellektuellen Hohlräume, ja die Denkblockade des stoischen Kleinbürgers, schon mit dem Programmtitel. Sackgasse. Vor einer Betonwand platziert, stellt sich der Becker Heinz seinem Publikum. Er trägt mal wieder kleinkariert und Mief unter der Batschkapp und damit übrigens eine Kopfbedeckung, die seit über dreißig Jahren als Markenzeichen par excellence funktioniert.
Wer feinen Wortwitz und wahre Komik schätzt, bekommt mehr als er wechseln kann. Und hält es dann vielleicht mit dem Becker Heinz sein Vadder: „Besser mojns zwei Schnaps, wie omnds kenner. Ma muß a mo Prioritäten de Vortritt losse…“ Dudenhöffer bietet Perfektion in jeder theatralisch-humoristischen Dimension. Schenkt seinem Heinz ein unnachahmliches Minenspiel, sein Zögern beim Nichtsagen, beim Unaussprechlichen – und seine unverkennbaren Gesten vom Fingerpochen zum Fusselzupfen, die sich jeder Fan ad hoc vors geistige Auge projizieren kann.
Der Künstler selbst nennt seine Bühnenwerke um sein Alter Ego Ein-Personen- Stücke zwischen Theater und Kabarett, ganz in alter Qualtinger-Tradition und verspricht mit Sackgasse eine Breitseite bester Unterhaltung. Herein spaziert! Herein spaziert! Hier werden die Lachmuskeln aufs Äußerste strapaziert und dabei die freien Radikalen im Denkstübchen bekämpft.
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